Ruth Gilberger
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Dabei interessiert sie sowohl das all-over eines Ornaments, das Unebenheiten der Wand optisch ausgleicht und zugleich einen Eindruck von Bewegtheit und Räumlichkeit auf der Fläche entstehen lässt, als auch die sich hier niederschlagenden Phantasien von Geschmack, Schönheit, Kultur. In den blaukarierten Papiersets wird auch wieder so ein nützlicher und formschöner Gegenstand in ironischer Brechung in sein Gegenteil verwandelt:

Aus der banalen Flachheit des Papiers heraus entwickelt sich ein plastisches Gebilde, dessen geschlossene Oberfläche aufgebrochen, perforiert wird, so dass sich Innen und Außen gegenseitig durchdringen. Die braven Papiersets kleben plötzlich wie kleine Wesen, die irgendwie an unliebsame Haustiere erinnern, an den Wänden.

Die Arbeiten von Ruth Gilberger und Georg Gartz schöpfen aus dem menschlichen Erfahrungsumfeld. Folgerichtig werden sie in diesem Raum nicht nur lediglich präsentiert, sie leben hier und sie brauchen die Menschen, die sich zwischen ihnen bewegen und ihre eigene Lebendigkeit mit hereintragen. Der Mensch ist der Bezugspunkt – für die Architektur wie auch für die Kunst.